
Individuell sieht die HOMÖOPATHIE die Wurzeln der Krankheit,
individuell die Person jedes einzelnen Kranken,
individuell sucht sie jedem Kranken sein individuelles Mittel aus, und
individuell ist die Art und Weise, wie der Behandler seinen Kranken untersucht.
Das menschliche Leben ist ständig Veränderungen ausgesetzt. Jahreszeiten, Wetter und Temperatur sind in stetigem Wechsel, genauso wie Freud und Leid, Gewinn und Verlust, Stress und Erholung.
Solange unsere Lebenskraft vital genug ist, haben äußere Veränderungen keinen sichtbaren Effekt auf unserer Gesundheit.
Normalerweise können wir eine große Menge an Schwierigkeiten, Druck und Stress problemlos verkraften. Aber es kann auch vorkommen, dass ein verhältnismäßig geringer Anlass zum Ausbrechen einer unheilbaren Krankheit führt.
Hahnemann, der Begründer der Homöopathie vor ca. 200 Jahren, lehrte uns, dass die Ursache der Krankheit auf einer dynamischen Ebene in der Lebenskraft selbst liegt. Die Krankheit ist lediglich der Widerschein der ins Ungleichgewicht geratenen Lebenskraft.
Ein homöopathisches Mittel, das nach dem Ähnlichkeitsprinzip verschrieben wird, ist imstande, durch eine Stärkung der Lebenskraft wahre Heilung zu bewirken, dem Menschen zu einem gesundheitlich dauerhaften Gleichgewicht zu verhelfen und die Tendenz für die eine oder andere Krankheit zu tilgen.
Da ein homöopathisches Mittel, ein so genanntes Konstitutionsmittel, sehr genau zu den Symptomen und zum Wesen des Patienten ausgewählt werden muss, ist es selbstverständlich, dass für die erste Fallaufnahme ca. 1 – 2 Stunden Zeit eingeräumt wird. Hierbei ist es für den Behandler wichtig, den momentanen körperlichen, psychischen und geistigen Zustand des Patienten zu erfassen.
Nicht nur Anzahl der körperlichen Symptome sind maßgeblich, sondern auch ihre Ursache, die Häufigkeit und die Zeiten wann diese auftreten, die Qualität der Beschwerde, ob die Schmerzen z.B. stechend, brennend oder ausstrahlend sind. Wie geht der Patient damit um? Ist er dadurch ruhelos, ungeduldig, traurig oder beeinträchtigt es ihn nur wenig?
Aber auch anscheinend unwichtige Dinge fragt der Homöopath immer gerne, und diese weisen oft den letzten Wink zum richtigen Mittel.
Wie reagiere ich auf Konfrontationen, wie auf Temperaturunterschiede, was ist die Lieblingsspeise oder was trinke ich gern. Manchmal ist die Schlaflage wichtig usw. Worum kreisen meine Gedanken häufig und worum mache ich mir Sorgen.
All diese vielen Dinge werden wie Puzzleteile aneinandergefügt und ergeben dann das Bild des ähnlichsten Mittels, das Similimum.
Von eben diesem Mittel erhalten Sie in den meisten Fällen nur 2 Globulis oder wenige Tropfen, von denen man denken mag, das so wenig doch nicht viel helfen kann. Doch hat man wirklich unter den Hunderten von Mitteln wirklich das Ähnlichste zum Patienten ausgesucht, wird sehr viel bewirkt. Der Organismus hat die professionelle Hilfe bekommen, die er, sichtbar durch die Symptome, schon selbst zu leisten versucht hat, es aber nicht allein schaffte. Das Homöopathische Mittel hat seine Selbstheilungskraft angeregt.
Um die Wirkung immer kontrollieren zu können, bleiben Patient und Behandler eine Zeit lang in engem Kontakt, bis der Patient einen stabilen Zustand erreicht hat. Manchmal folgen mehrere Mittel nacheinander, je nach Krankheitsverlauf.
Dabei ist es wichtig die Hering´sche Regel zu beachten: Die Heilung muss von Innen nach Außen geschehen, von Oben nach Unten und in zeitlich umgekehrter Reihenfolge.
Folgende Links empfehle ich Ihnen zu diesem Thema:
www.gvs.net
www.irl.net
www.homoeopathiebedarf.de